LIONS CLUB Olsberg
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Gemeinsam mit Jugendlichen packen Lions aus Olsberg und Bestwig für „Zukunfts-Wald“ an 

Mit Spaten, aber vor allem mit jeder Menge Engagement: Gemeinsam haben jetzt junge Menschen der Briloner Marienschule sowie des Gymnasiums der Benediktiner Meschede für einen klimastabilen „Zukunfts-Wald“ angepackt. Der Lions Club Olsberg-Bestwig hat mit ihnen bei Scharfenberg eine Pflanz-Aktion durchgeführt. Rund 1.700 junge Eichen kamen dabei in den Boden.

„Das nutzt nicht nur der Umwelt - es macht dazu auch Riesen-Spaß“, freut sich Rainer Müller, Präsident des Lions Clubs Olsberg-Bestwig. Seit vielen Jahren engagieren sich die heimischen Lions für Jugend- und Bildungsprojekte. Nun kommt auch der Umwelt-Gedanke dazu - Rainer Müller: „Es ist eine echte Chance, wenn man jungen Menschen nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch ganz praktisch aktiv werden kann.“  Die Lions bauten daher den Kontakt zu den beiden Schulen und ebenso zu Markus Romberg auf, der für die Aktion ein 0,75 Hektar großes Areal im Naturschutzgebiet „Steinbecke“ bei Scharfenberg zur Verfügung stellte.

Der Fichtenbestand, der hier früher wuchs, ist in den vergangenen Jahren ein „Opfer“ von Borkenkäfer und Klimawandel geworden. Mit der Eiche sei man nun für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt: „Die Eiche ist sehr trockenheits- und auch wärmetolerant“, weiß Forst-Fachmann Romberg - und damit ein wichtiger Baustein für einen Forst, der auch künftig Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden kann.

Vor der eigentlichen Pflanz-Aktion hatten Rainer Müller und Markus Romberg die beiden 7. Klassen in Meschede und Brilon besucht. Dabei stellten sie nicht nur das Projekt vor, sondern informierten auch über den Wald und seine vielfältigen Aufgaben. Nach dem II. Weltkrieg setzte man im Sauerland vor allem auf die Fichte - Grund waren zum einen die Reparationsleistungen an die Alliierten, zum anderen aber auch der hohe Holzbedarf für den Bergbau im Ruhrgebiet und den Wiederaufbau. Nun stehen andere Baumarten im Vordergrund. Markus Romberg: „Ein funktionierender Mischwald ist nicht nur ein vielfältiger Lebensraum, sondern er bremst auch den Klimawandel.“ So kann - als grobe Faustregel - ein Hektar Wald pro Jahr fünf Tonnen des „Klimagases“ CO binden.

Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler dann - gemeinsam mit Markus Romberg und den Lions aus Olsberg und Bestwig - kräftig anpacken.  Die 1.700 Eichen wurden vor allem im Umfeld der Fichten-Baumstümpfe gepflanzt. „So werden die Setzlinge in den ersten Jahre mit Wasser und Nährstoffen versorgt“, erklärt Markus Romberg. Die Jugendlichen waren eifrig bei der Sache - wie man am Ende auch an ihrer „Arbeits-Kleidung“ erkennen konnte. „Alle waren happy“, freut sich Rainer Müller - zu der Arbeit für den Wald kommen das Gemeinschaftserlebnis und Bewegung an der frischen (Winter-)Luft.

Das Areal im Bereich der Straße Waldbruch bei Scharfenberg sei dabei bewusst gewählt worden, erläutert Rainer Müller: „Dieser Wald ist gut erreich- und erlebbar.“ Sein Wunsch: „Es wäre toll, wenn vielleicht in 20 Jahren die heutigen Jugendlichen dann mit ihren eigenen Kindern hierherkommen und sehen, wie sich „ihr“ Forst entwickelt hat.“ Neben der Beschaffung der 1.700 jungen Bäume hatten die heimischen Lions auch den Transport der Schülerinnen und Schüler nach Scharfenberg sowie deren Verpflegung vor Ort übernommen.

Möglich wird dem Lions Club Olsberg-Bestwig das Engagement für solche Projekte durch den Erlös aus dem Verkauf des beliebten Adventskalenders. Auch im kommenden Herbst werden die Lions wieder ihren Adventskalender anbieten. 

 

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